Mittwoch, 1. November 2023

There'll never be another... Labiskwee






"Er vergaß die Zeit. Die Zeit vergaß ihn. Er fror. Er dachte daran, wie er sich als Junge in die Lockruf-des-Goldes-Welt geträumt hatte, in die Alaska-Welt der Flüsse und Wälder, der Schluchten, Wasserfälle und Eisschollen, der Schlittenhunde und Schneeschmelzen, weniger des Goldes wegen, sondern um Labiskwee zu finden, die bei den Indianern lebte. Sie würde mit ihm gehen, sich mit ihm durch die Wildnis kämpfen, die kargen Bissen mit ihm teilen. Glückszeichen auf ihrem Indianerstirnband, Fetische im Lederbeutel an ihrem Gürtel, der schlanke Körper leidenschaftlich den Strapazen trotzend. Und dann lag sie im Boot und trieb den Fluß hinab, entkräftet, halb verhungert. Er konnte das Boot der Labiskwee nicht festhalten, nie. Immer sah er diesem Boot nach, das mit grauenhafter Langsamkeit, wie in einem Traum, das schöne Mädchen in der Ewigkeit verschwinden ließ. Seit er denken konnte, wurde seine Geliebte abberufen. Und seine armen Füße würden niemals folgen können. 
 
Aljoscha dachte, die Winter gehen nicht rückwärts. Und dann dachte er an nichts mehr."
 
[Christian Erdmann: Aljoscha der Idiot]
 
 
 
 

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Aus einem Brief, 2012





















































































 
 

  


 




























2 Kommentare:

  1. "abberufen". Schönes Wort. Auch tief. Hört man nicht mehr so oft.

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  2. "Nun, darüber darf ich nicht sprechen, denn es beinhaltet das Mysterium der Transzendenz der Zeit, so daß ich innerhalb einer Stunde der irdischen Zeitrechnung die Ernte eines Äons eingebracht habe, und in zehn Leben könnte ich das nicht erklären." - Crowley. :)

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